Zum Hähnchen

Zum Hähnchen

Ort:

Mariahilfstr. 16 –

Chronik:

Gries, Ernst „Zum Hähnchen“Trapp, Jakob „Zum Hähnchen“

Geschichte

Text

Bilder

1907
1936

Sonstiges

Anlässlich des „Deutschen Freiheitstages“ der Nationalsozialisten des Rheinlandes in Koblenz am 23. und 24. März 1929 nahm die Kölner Gauleitung die offizielle Neugründung der Ortsgruppe in Angriff. Die von Simon zu diesem Zweck beantragte Nutzung der Stadthalle70 war von Biesten abgelehnt worden71. Am Abend des 23. März 1929 traf man sich schließlich mit ca. 350 aus dem ganzen Rheinland angereisten Anhängern, davon 100 in Uniform, in der Lützeler Gaststätte „Bürgerheim“ von Jakob Trapp, dem ältesten „Kampflokal[en] der Bewegung“73. Es sprachen Josef Grohé, Redakteur des Westdeutschen Beobachters, und Gauleiter Ley. Am 24. März gelang zwar vormittags im „Münchener Pschorrbräustübl“ in der Münzstraße mit ca. 150 anwesenden Mitgliedern die Gründung einer neuen Ortsgruppe, doch schon die Bildung eines Vorstands scheiterte an den unvereinbaren Positionen des internen Richtungsstreits. Während die „radikalere“ Richtung von der Kölner Gauleitung beeinflusst war, gab es eine „gemäßigtere“ Gruppe, die zum Teil aus älteren Koblenzer Bürgern bestand. 

Trapp war seit spätestens 1924 Wirt in Lützel, NSDAP-Mitglied und stand bei der Kommunalwahl im November 1929 auf Listenplatz 12. KGA, 19./20.10.1929: Das Wahlvorspiel; KGA, 11.11.1933: OeffentlicheBekanntmachung. Die Gaststätte „Zum Hähnchen“ bzw. „Bürgerheim“, Mariahilfstraße 18, verfügte über einSaalgebäude. 1925 genehmigte die Bauaufsicht auf Antrag des Lützeler Kaplans die Einrichtung eines Kinos für den Katholischen Jugend- und Jungmännerverein, 1926 den Bau einer Turnhalle für den Turnverein Lützel.StAK Fach 122, Bauakte Mariahilfstraße 18. 

https://ub-deposit.fernuni-hagen.de/servlets/MCRFileNodeServlet/mir_derivate_00000164/Diss_Weiss_Koblenz_2011.pdf

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